本当のことは誰にも言わない

書けるときは書きます

ドイツ語のお勉強(ニーチェ『善悪の彼岸』19の途中まで)

テキストはGutenberg Projectのこれ

 

 原文

Ein Mensch, der will -, befiehlt einem Etwas in sich, das gehorcht oder von dem er glaubt, dass es gehorcht. Nun aber beachte man, was das Wunderlichste am Willen ist, - an diesem so vielfachen Dinge, für welches das Volk nur Ein Wort hat: insofern wir im gegebenen Falle zugleich die Befehlenden und Gehorchenden sind, und als Gehorchende die Gefühle des Zwingens, Drängens, Drückens, Widerstehens, Bewegens kennen, welche sofort nach dem AktDie Philosophen pflegen vom Willen zu reden, wie als ob er die bekannteste Sache von der Welt sei; ja Schopenhauer gab zu verstehen, der Wille allein sei uns eigentlich bekannt, ganz und gar bekannt, ohne Abzug und Zuthat bekannt. Aber es dünkt mich immer wieder, dass Schopenhauer auch in diesem Falle nur gethan hat, was Philosophen eben zu thun pflegen: dass er ein Volks-Vorurtheil übernommen und übertrieben hat. Wollen scheint mir vor Allem etwas Complicirtes, Etwas, das nur als Wort eine Einheit ist, - und eben im Einen Worte steckt das Volks-Vorurtheil, das über die allzeit nur geringe Vorsicht der Philosophen Herr geworden ist. Seien wir also einmal vorsichtiger, seien wir "unphilosophisch" -, sagen wir: in jedem Wollen ist erstens eine Mehrheit von Gefühlen, nämlich das Gefühl des Zustandes, von dem weg, das Gefühl des Zustandes, zu dem hin, das Gefühl von diesem "weg" und "hin" selbst, dann noch ein begleitendes Muskelgefühl, welches, auch ohne dass wir "Arme und Beine" in Bewegung setzen, durch eine Art Gewohnheit, sobald wir "wollen", sein Spiel beginnt. Wie also Fühlen und zwar vielerlei Fühlen als Ingredienz des Willens anzuerkennen ist, so zweitens auch noch Denken: in jedem Willensakte giebt es einen commandirenden Gedanken; - und man soll ja nicht glauben, diesen Gedanken von dem "Wollen" abscheiden zu können, wie als ob dann noch Wille übrig bliebe! Drittens ist der Wille nicht nur ein Complex von Fühlen und Denken, sondern vor Allem noch ein Affekt: und zwar jener Affekt des Commando's. Das, was "Freiheit des Willens" genannt wird, ist wesentlich der Überlegenheits-Affekt in Hinsicht auf Den, der gehorchen muss: "ich bin frei, "er" muss gehorchen" - dies Bewusstsein steckt in jedem Willen, und ebenso jene Spannung der Aufmerksamkeit, jener gerade Blick, der ausschliesslich Eins fixirt, jene unbedingte Werthschätzung "jetzt thut dies und nichts Anderes Noth", jene innere Gewissheit darüber, dass gehorcht werden wird, und was Alles noch zum Zustande des Befehlenden gehört. 

試訳

哲学者たちは意志について語るのが常である。まるで意志が世界のうちで最もよく知られているものであるかのように。そう、ショーペンハウアーは、意志のみがわれわれに本来知られるもの、全く知られるもの、差し引いたり付け加えることなしに知られるものであるとほのめかしていた。しかし、このケースでもまた、哲学者たちがまさに今、常にしていることを、ショーペンハウアーをしているにすぎないと、私にはどうしても思われるのである。つまり、彼は大衆の先入見を引き継ぎ、それは誇張したといことである。意志するとは、何よりもまず、複合的なcomplicirtesもの、言葉としてのみ一つであるものに私には思われるのである―まさしく一つの言葉のうちに、大衆の先入見が差し込まれており、その先入見が哲学者たちのいつものallzeit用心のなさを主人になったのである。それでは一度also einmal注意深くなろうではないか、”非哲学的”になろうではないか―次のように言うことにしよう。意志の一つひとつには、まず感情の大半がある、つまり遠ざかっていく状況の感情、近づいていく状況の感情、遠ざかっていくことと近づいていくこと自体の感情がある。そのときさらに、それに伴う筋肉感情は、その運動に”差し引いたり付け加えたり”することなく、われわれが”意志”するやいなや、一種の習慣で、自らの働きを始めるのである。それゆえ、感情、しかも多様な感情が意志の材料として認められて、第二にまた思考もあるのである。意志行為の一つひとつに、命令する思考があるのにある―たしかに、”意志”からこの思考を分離できると考えるべきではない、まるでそのとき意志が残っているかのように! 第三に、意志は単に感情と思考の組み合わせではなく、一つの情動Affektでもある。しかも、命令する者のあの情動なのである。”意志の自由”と名付けられるものは、従わなければならないものに対する本質的に優越の情動である。つまり”私は自由である””彼は従わねばならない”―この意識が差し込まれるのは、意志の一つひとつ、注意の緊張の一つひとつ、独占的な位置を見つめる真っ直ぐな視線の一つひとつ、”今はこれが必要なのであり、他の何物でもない” という絶対的な価値評価の一つひとつ、服従されなければならないという内的確実性、すべてが命令するものに属しなければならないということなのである。

 

コメント

疲れたのでお休み。